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Pressespiegel

Wenig Polizei, viele Verbrechen? - Freie Wähler befürchten mehr Kriminalität

Münstersche Zeitung v. 12.01.2009

von Christian Böckmann am 12.01.2009 18:16 Uhr

OCHTRUP Gibt es besonders viele Verbrechen in der Töpferstadt? Und was ist dagegen zu tun? Die Ochtruper Kriminalitätsstatistik war kürzlich Thema bei den Freien Wähler Ochtrup (FWO). Die Stadt gehört seit Jahren bei Straftaten zu den Spitzenreitern im Kreis Steinfurt. Sie war 2007 an zweiter Stelle bei der "Kriminalitätshäufigkeitszahl" (Straftaten pro 100 000 Einwohner), 2004 und 2005 sogar führend noch vor Rheine.

Vertreter der FWO zeigten sich sehr besorgt über diese Zahlen. "Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger ist erheblich gesunken. Diesen Eindruck habe nicht nur ich. Das hört man immer, wenn man mit den Bürgern ins Gespräch kommt", so Markus Heuer von den FWO.

Werte man außerdem die Pressemeldungen der Polizei des Monats Dezember 2008 aus, so sei auffällig, dass die Zahl der Gewalt- und Eigentumsdelikte erheblich gestiegen ist. Zu nennen wären als Beispiel der Spielothekenüberfall und die vorweihnachtliche Einbruchsserie in Einfamilienhäuser. Dazu kämen Delikte wie Körperverletzungen auf offener Straße.

Schlussfolgernd stellen die Freien Wähler die Zusammenlegung der Polizeiwachen Ochtrup und Steinfurt in Frage. Im vergangenen Jahr wurde die Führung in Steinfurt vereint, sodass Polizeihauptkommissar Norbert Gedicke jetzt Wachleiter für beide Städte ist. "Damit einher ging auch der teilweise Abzug von Personal von der Ochtruper Wache in die Kreisstadt", so die FWO. "Wir benötigen mehr Präsenz unserer Polizisten zur Verhinderung von Straftaten."

Gleich viele Polizisten

"Es wurde kein Personal eingespart", entgegnet Udo Potthoff, Polizei-Sprecher auf Nachfrage unserer Redaktion. Wie zuvor seien rund 26 Beamte in Ochtrup tätig. Zu aktuellen Entwicklungen und Ursachen wollte sich Potthoff indessen noch nicht äußern und verwies auf die Veröffentlichung der Kriminalitätsstatistik für 2008 Anfang März.

Unterdessen wollen die Freien Wähler das Thema weiter diskutieren - auch am heutigen Mittwoch in der öffentlichen Sitzung in der Gaststätte Bücker (Bültstraße).


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