Pressemitteilungen
Freie Wähler Ochtrup
Pressemitteilung vom 27.08.2009
Wirtschaftsförderung in den Vordergrund
Die Freien Wähler haben bei Ihrem Besuch des größten mittelständischen
textilverarbeitenden Unternehmens in Ochtrup auf die Wichtigkeit der
nachhaltigen Wirtschaftsförderung für Ochtrup hingewiesen.
Dabei machten Sie auch deutlich, dass auf diesem Gebiet in den letzten
Jahren viel zu wenig getan wurde. Der Weiner-Park und die Leerstände in der
Innenstadt sind Zeugen dieses Stillstands. „Wir haben parteiübergreifend
versucht, an dieser Situation etwas zu verändern. Alle Vorschläge sind an
der derzeitigen Mehrheitsfraktion der CDU gescheitert“, erläuterte Jörn
Oberndörfer die Situation in Ochtrup.
Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung sind mittel- bis langfristig zu
betrachten.
Bestimmte Indikatoren wie Gewerbesteuerhebsatz und Verkehrsanbindung sind
wichtige Entscheidungsfaktoren für Interessenten. Auf dem derzeit hart
umkämpften Markt sind sie aber längst nicht mehr allein ausschlaggebend. Um
bestehende Betriebe für Investitionen zu ermutigen und neue Betriebe
anzusiedeln, bedarf es einer Reihe von begleitenden Initiativen. Der
ständige Dialog mit den ansässigen Mittelständern ist dabei unerlässlich. Es
gilt dabei Barrieren zu erkennen um diese rechtzeitig auszuräumen.
„Ochtruper Unternehmen, die weiter in Ihre Betriebe investieren wollen,
müssen in der Verwaltung einen vertrauenswürdigen Partner sehen.“ so
Oberndörfer weiter.
Eine Verknüpfung der Neugestaltung der Innenstadt und ihrer Verbindung zum
EOC könnte durch eine Kooperation von Geschäftsleuten der Innenstadt mit dem
EOC, z.B. durch Einkaufsgutscheine geschaffen werden. Nur wenn es gelingt
ein attraktives Gesamtangebot zu bieten, wird auch Ochtrups Innenstadt von
der Kaufkraft des EOC profitieren.
Um auch langfristig das Gewerbesteueraufkommen zu steigern, muss Ochtrup
Neuansiedlungen für den Weiner Park gewinnen. Hier bedarf es einer aktiven
Vermarktung. Es reicht nicht aus, im Rathaus darauf zu warten, dass ein
Investor anruft. Der Markt muss durch Fachleute europaweit beobachtet werden
und mögliche Investoren direkt angesprochen werden. Das ist direkte Akquise,
die nicht alleine vom zukünftigen Bürgermeister geleistet werden kann. Wir
brauchen ein neues Konzept. Dabei muss auch über neue Möglichkeiten
nachgedacht werden.“ Konkrete Maßnahmen wären niedrige Kaufpreise in
Gewerbegebieten oder die Vermietung bebauter Flächen an Kleinunternehmer.
Der Blick in die Nachbarschaft Bad Bentheim zeigt wie es gehen kann.
Insgesamt haben sich dort in den vergangenen Jahren 106 Firmen (darunter 78
aus den Niederlanden und 12 aus Nordrhein-Westfalen) angesiedelt. Bei 89 %
der vorgenannten Firmen handelt es sich um Neuansiedelungen bzw.
Existenzgründungen für den Landkreis Grafschaft Bentheim. Dabei haben viele
kleine Unternehmen dort Ihre Chance genutzt. Daraus kann zukünftig
erhebliches Potential erwachsen, da sich der Wachstum solcher Betriebe an
dem bestehenden Standort vollziehen wird. „Wenn wir es schaffen junge
Unternehmer durch Förderung wie z.B. eine begrenzte Zeit auf die
Gewerbesteuer zu verzichten, dann ist das eine Investition in die zukünftige
Entwicklung neuer Arbeitsplätze.“ Ochtrup muss sich auf den Weg machen um
den Anschluss wieder zu bekommen.