Pressemitteilungen
Freie Wähler Ochtrup
Pressemitteilung vom 11.02.2009
Nach der Wache nun das Regionalkommissariat?
Wie die Freien Wähler Ochtrup in Erfahrung gebracht haben, ist nun nach der Zusammenlegung des Wach- und Wechseldienstes auch eine Zusammenlegung der beiden Regionalkommissariate Ochtrup und Steinfurt geplant.
Wie vertraulich seitens mehrerer Angehöriger des Regionalkommissariates mitgeteilt wurde, soll diese organisatorische Zusammenlegung bereits im März erfolgen. An die Öffentlichkeit ist diese Thematik bisher nicht gedrungen.
„Das ist beängstigend. Die Zusammenlegung wird nach unseren Informationen zudem eine der beiden Kommissariatsleiterstellen einsparen, also damit Personal abbauen. Ich deute das als eine Vorbereitung, zukünftig auch die Mitarbeiter nach Steinfurt umzusetzen; damit wäre das Kriminalkommissariat in Ochtrup Vergangenheit. Die Bürger aus Ochtrup sollten aufstehen und dagegen wie schon in den 90er Jahren protestieren. Bei dieser Thematik sollte Parteipolitik keine Rolle spielen. Alle Parteien sollten im Sinne eines sicheren Ochtrups zusammenhalten.“, so Markus Heuer von der FWO.
Das RK Ochtrup hatte im Jahr 2007 laut der letzten PKS (Polizeiliche Kriminalstatistik) insgesamt 2434 Straftaten zu bearbeiten und konnte davon 51,40 Prozent aufklären. Beim RK Steinfurt dagegen lag die Aufklärungsquote bei 45,67 Prozent.
„Durch eine Zusammenlegung steht zu erwarten, dass sich diese hervorragenden Quote für Ochtrup verschlechtern wird, da qualitativ gute Ermittlungsarbeit zweckmäßigerweise vor Ort geschieht. Warum sollen gut funktionierende Strukturen der Zentralisierungswut geopfert werden?“, führt er weiter an. „Ich befürchte, dass als nächster logischer Schritt eine Umstrukturierung der Ochtruper Polizeiwache in eine Tagesdienstwache erfolgen wird. Das würde - auch vor dem Hintergrund der nächtlich unbeleuchteten Stadt - unnötig Ängste schüren und das Sicherheitsgefühl der Bürger weiter herabsetzen.“
Markus Heuer