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Pressemitteilungen

Freie Wähler Ochtrup

Pressemitteilung vom 08.01.2009

Freie Wähler befürchten weiteren Anstieg der Kriminalität in Ochtrup

Ochtrup braucht auch weiterhin eine starke Wache

Die Ochtruper Kriminalitätsstatistiken war am Mittwoch ein Thema bei der Sitzung der Freien Wähler Ochtrup. Wie man daraus ersehen kann, gehört Ochtrup für den Bereich der Straftaten, zu den Spitzenreitern im Kreis Steinfurt. So war unsere Stadt 2007 , wie 2004/05 bei der Kriminalitätshäufigkeitszahl (Straftaten pro 100.000 Einwohner) führend im gesamten Kreis. Lediglich 2003 und 2006 belegte man in diesem Bereich hinter Rheine "nur" den zweiten Platz.

Die Vertreter der FWO zeigten sich tief besorgt über diese Zahlen. „Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger ist erheblich gesunken. Diesen Eindruck habe nicht nur ich. Das hört man auch immer dann, wenn man mit den Bürgern ins Gespräch kommt“, so Markus Heuer von den Freien Wählern.

Wertet man die Pressemeldungen der Polizei des Monats Dezember 08 aus, so ist es auffällig, das die Anzahl der Gewalt- und Eigentumsdelikte erheblich angestiegen ist. Zu nennen wären da als Beispiele der Spielothekenüberfall und die vorweihnachtliche Einbruchsserie in Einfamilienhäuser. Dazu kommen schwere Delikte wie Körperverletzungen auf offener Strasse.

Die Freien Wähler stellen das neue Konzept der Zusammenlegung von den Polzeiwachen Ochtrup und Steinfurt in Frage. Erst im vergangenen Jahr ist es zu dieser Vereinigung gekommen. Damit einher ging auch der teilweise Abzug von Personal von der Ochtruper Wache in die Kreisstadt. Auch im Bereich der Polizeiführung scheint die generelle Zentralisierungtendenz, wie man Sie in vielen anderen Bereichen (z. B. Notarzt) sieht, offensichtlich in Mode gekommen zu sein. Ein Verkehrskommissariat mit Sitz in Ochtrup existiert mittlerweile ebenfalls nicht mehr. Gemerkt hat es kaum einer. Dennoch muss der Ochtruper Bürger jetzt nach Steinfurt fahren um in Sachen Verkehrsdelikte beraten zu werden.

Begünstigt wird der Umstand dadurch, dass der derzeitige FDP-Innenminister Nordrhein-Westfalens, Ingo Wolf, versucht, Mechanismen der freien Wirtschaft eins zu eins auf die Polizei zu übertragen. Doch wie soll man beispielsweise das Produkt „polizeiliche Prävention“ messen? Das Ergebniss ist, dass unsere Ordnungshüter immer mehr als „Politessen“ zum Knöllchenschreiben missbraucht werden. Der Bürger bekommt das Gefühl, dass das eingegangene Geld die Messlatte des Handelns wird.

Deshalb sagen die Freien Wähler Ochtrup ganz klar: Diese Entwicklung geht in eine falsche Richtung und muss aufgehalten werden. Wir benötigen mehr Präsenz unserer Polizisten zur Verhinderung von Straftaten und weniger Jagd nach Verwarngeldern. Ein weiterer Abbau bei der Polizeipräsenz darf nicht erfolgen. Unsere Ordnungshüter müssen wieder Polizisten zum Anfassen werden und als Streife in Ochtrup unser Sicherheitsgefühl stärken.

Die Freien Wähler werden auch nächste Woche Mittwoch in Ihrer öffentlichen Sitzung bei Bücker dieses Thema aufgreifen und mit den Bürgern diskutieren.


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